Material zur Sendung:
1. Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt
Von Peter Kemper und Alf Mentzer (31.10.09)
Die 1.Folge zum Nachhören finden Sie hier.
„Wozu Gott?“ – diese Frage klingt heute gleichermaßen unzeitgemäß und aktuell. Einerseits scheinen Aufklärung und Säkularisierung die Beschäftigung mit Gott, Glaube und religiöser Überzeugung immer mehr ins Private abgedrängt zu haben. Jeder mag glauben, was er will, solange er andere damit nicht behelligt. Und doch geschieht in jüngster Zeit genau das: Religion und Glaube sind wieder auf die Tagesordnung gerückt. Man meint, eine Wiederkehr der Religion zu beobachten. In den Bestsellerlisten halten sich dauerhaft Bücher, die für Gott eine Lanze brechen. Gott macht neugierig und findet ein breites Publikum. Doch auch in intellektuellen Zirkeln ist die endgültige Verabschiedung Gottes plötzlich wieder zweifelhaft geworden. Unsere unbarmherzig entzauberte Welt macht die Unvermeidlichkeit von Religion erst überdeutlich. Es scheint heute mehr denn je geboten zu sein, sich der Tatsache zu stellen, dass religiöse Überzeugungen für viele Menschen eine wichtige Motivationsquelle darstellen. Man muss diese Überzeugungen nicht teilen, man kann, man sollte sie vielleicht sogar kritisieren. Aber davor sollte der Versuch stehen, diese Überzeugungen zu verstehen; denn wer Religion nur kritisiert, ohne sich mit ihr auseinander zu setzen, läuft selbst Gefahr, zum Fundamentalisten zu werden.
Die 1.Folge zum Nachhören finden Sie hier.
„Wozu Gott?“ – diese Frage klingt heute gleichermaßen unzeitgemäß und aktuell. Einerseits scheinen Aufklärung und Säkularisierung die Beschäftigung mit Gott, Glaube und religiöser Überzeugung immer mehr ins Private abgedrängt zu haben. Jeder mag glauben, was er will, solange er andere damit nicht behelligt. Und doch geschieht in jüngster Zeit genau das: Religion und Glaube sind wieder auf die Tagesordnung gerückt. Man meint, eine Wiederkehr der Religion zu beobachten. In den Bestsellerlisten halten sich dauerhaft Bücher, die für Gott eine Lanze brechen. Gott macht neugierig und findet ein breites Publikum. Doch auch in intellektuellen Zirkeln ist die endgültige Verabschiedung Gottes plötzlich wieder zweifelhaft geworden. Unsere unbarmherzig entzauberte Welt macht die Unvermeidlichkeit von Religion erst überdeutlich. Es scheint heute mehr denn je geboten zu sein, sich der Tatsache zu stellen, dass religiöse Überzeugungen für viele Menschen eine wichtige Motivationsquelle darstellen. Man muss diese Überzeugungen nicht teilen, man kann, man sollte sie vielleicht sogar kritisieren. Aber davor sollte der Versuch stehen, diese Überzeugungen zu verstehen; denn wer Religion nur kritisiert, ohne sich mit ihr auseinander zu setzen, läuft selbst Gefahr, zum Fundamentalisten zu werden.
Religion und Fundamentalismus in den USA - Ein Gespräch mit Michael Hochgeschwender
Dieses Gespräch entstammt der Sendung "Streit um Gott - oder: Die Wiederkehr des Religiösen?" von hr2-kultur. Alf Mentzer spricht dabei mit dem Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie Dr. Hochgeschwender über die Rolle und das Verhältnis von Religion und Staat in den USA.
please install the flash player
(Audio 5:47 Min.)
Hier noch ein Hinweis auf das dem Gespräch zugrunde liegende Buch von Prof. Dr. Hochgeschwender:
Michael Hochgeschwender (2007): Amerikanische Religion: Evangelikalismus, Pfingstlertum, Fundamentalismus, Frankfurt/Main, Verlag der Weltreligionen im Inselverlag.
Link zu Amazon
Literaturtipps:
Das Begleitbuch zum Funkkolleg:
Mentzer, Alf / Kemper, Peter / Sonnenschein, Ulrich (2009): Wozu Gott? Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt, Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag.
Die Rede von Jürgen Habermas zum Erhalt des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels mit einer Laudatio von Jan Philipp Reemtsma:
Habermas, Jürgen (2009):Glauben und Wissen, Neuauflage/Sonderdruck, Suhrkamp Verlag.
Eine einführende Diskussion zwischen Jürgen Habermas und dem jetzigen Papst Benedikt XVI über Vernunft und Religion:
Habermas, Jürgen / Ratziger, Joseph (2007): Dialektik der Säkularisierung: Über Vernunft und Religion, Hrsg: Schuller, Florian, 7 Auflage, Herder Verlag, Freiburg.
Eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob es "ethisches Verhalten" ohne Gott geben kann:
Dawkins, Richard (2008): Der Gotteswahn, Ullstein Verlag.
Link zu Amazon
Link zu Amazon
Informationen zu ausgewählten Persönlichkeiten:
Richard Dawkins (Zoologe, theoretischer Biologe, Autor)
Christopher Hitchens (Autor, Publizist, Literaturkritiker)
Thomas Junker (Biologiehistoriker, Evolutionsbiologe)
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Schriftsteller)
Link zu Wikipedia
Jean-Pierre Wils (Theologe, Religionsphilosoph)
Link zu Wikipedia
Manfred Lütz (Arzt, katholischer Theologe, Schriftsteller)
Link zu Wikipedia
Link zu Wikipedia
Jean-Pierre Wils (Theologe, Religionsphilosoph)
Link zu Wikipedia
Manfred Lütz (Arzt, katholischer Theologe, Schriftsteller)
Link zu Wikipedia
Herbert Schnädelbach (Philosoph)
Link zu Wikipedia
Friedhelm Hengsbach (Jesuit, Sozialethiker)
Link zu Wikipedia
Reinhard Marx (Erzbischof von München und Freising)
Link zu Wikipedia
Ulrich Beck (Soziologe)
Link zu Wikipedia
Jan Assmann (Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler)
Link zu Wikipedia
Link zu Wikipedia
Friedhelm Hengsbach (Jesuit, Sozialethiker)
Link zu Wikipedia
Reinhard Marx (Erzbischof von München und Freising)
Link zu Wikipedia
Ulrich Beck (Soziologe)
Link zu Wikipedia
Jan Assmann (Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler)
Link zu Wikipedia
Friedhelm Willhelm Graf (protestantischer Theologe, Professor für Systematische Theologie und Ethik)
Link zu Wikipedia
Link zu Wikipedia
Ergänzende und weiterführende Videos zum Thema:
Kommentar:
Antworten
© 2010 Funkkolleg Religion und Gesellschaft Alle Rechte vorbehalten.






