Zusatzmaterial zur Sendung von Samstag, 20.03.2010
Funkkolleg Religion und Gesellschaft
Cyberchurch - Religion in der digitalen Welt
Von Mario Scalla
(Wh. am Sonntag, hr-info/8.35 Uhr)
Ab dem Nachmittag des 19.03.2010 werden Sie den Podcast zur Sendung hier finden.
Das Thema Cyberchurch hat zunächst zwei Aspekte. Zum einen ist der Cyberspace seit seiner Entstehung religiös aufgeladen gewesen. Allmachtsfantasien erwuchsen aus der neuen Technik, die Erlösung vom Fleisch und vom menschlichen Körper und vieles andere wurde erhofft. Wie in der Religion existieren zwei Welten: Die wirkliche Welt und die Virtual Reality, in der wir überall auf der Welt zur gleichen Zeit sein können – ganz wie der heilige Geist. Aber natürlich sahen sich auch die Kirchen, etwa die beiden großen Amtskirchen, vor neuen Herausforderungen. Mittlerweile hat selbst der Papst seinen eigenen Kanal auf dem Internetportal „Youtube“. In dem Feature „Cyberchurch“ geht es auch um frühe Berührungsängste zwischen altehrwürdigen Kirchen und neuem Medium. Ist das Internet einfach nur ein neues Medium, um die Frohe Botschaft zu verbreiten? Oder hat es eigene Gesetze, die auch die Kirchen respektieren müssen? Die Beziehung zwischen Internet und Kirchen ist sehr wechselhaft gewesen – nicht immer kann von einer gelungenen Beziehung gesprochen werden. Das Feature geht der Frage nach, was in dieser Liaison geklappt hat und was in Zukunft noch bedacht und verbessert werden muss.
Material:
Nette Computer – dank Körpersprache
Wenn man sich mit anderen unterhält, dann kommt es nicht nur auf das an, was man sagt. Auch die Körpersprache spielt eine große Rolle.
Wer wissen will, was im Jahr 760 auf der Tagesordnung stand, muss nicht mehr in verstaubten Regalen wühlen. Rund 2500 kostbare Urkunden der früheren Reichsabtei Fulda können bald in einer Internet-Datenbank für Jedermann eingesehen werden.
Das Hessenprogramm hr4 öffnet seine „Glockenseite“ im Internet. Alle interessierten hessischen Kirchengemeinden können mitmachen. Wer seine Heimatglocken im Internet auf der Seite www.hr4.de hören möch-te, braucht nur ein Formular auf der hr4-Internetseite auszufüllen und Infotext und Fotos seiner Kirche an hr4 zu schicken.
"Community ist kein Nonnenkloster"
Die Evangelische Kirche ist seit Donnerstag mit einem neuen Internet-Portal online. Die Frankfurter Redaktion von evangelisch.de will ein soziales Netzwerk für Gläubige aufbauen.
Seelsorge 2.0
Totengedenken im Internet
Am Totensonntag haben evangelische Christen ihrer Verstorbenen gedacht. Trost bietet die Kirche auch auf einer Internet-Seite. Virtuelles Trauern? Geht das?
Digitale Kunst schmückt Kreuzfest
Tausende Katholiken haben am Sonntag in Limburg zum 50. Mal das Kreuzfest gefeiert. Besondere Attraktion war eine Collage aus eingesandten Fotos von Kreuzen. Dazu aufgerufen hatte das Bistum via Internet. Auch auf das Klima wurde Rücksicht genommen.
Drei, zwei, eins ... meins - Pfarrer Balthasar Blumers in Rüsselsheim hat gut Lachen. Eine im Internet ersteigerte Orgel soll an Weihnachten in der Rüsselsheimer Auferstehungskirche erklingen.
Journalismus für die Generation Internet
Wer heute unter 30 ist, gehört zur "Generation Internet". Diese "digital natives" nutzen Medien vollkommen anders, als noch ihre Eltern. Was bedeutet das für den Journalismus der Zukunft?
Ob Papst oder Kanzlerin - alle tun es
Beinahe jede Minute kommt irgendwo ein Podcast zur Welt. Da sitzt ein nervöser Mensch vor dem Mikrofon, lädt das Gesprochene ins Internet und hofft, dass ihm jemand zuhört.
Die Kirche zieht es ins Netz. In Zeiten von Facebook und StudiVZ will auch die analoge Gemeinde ihre Mitglieder im Internet versammeln. Papst Benedikt XVI. hat vorgelegt - mit eigenem Podcast und Internetkanal.
Der Youtube-Kanal des Vatikan.






