Zusatzmaterial zur Sendung von Samstag, 30.01.2010

Funkkolleg Religion und Gesellschaft

Gott als Hirngespinst? Neurotheologie und Hirnforschung

Von Regina Oehler
(Wh. am Sonntag, hr-info/8.35 Uhr)


Ab dem Nachmittag des 29.01.2010 werden Sie den Podcast zur Sendung hier finden.

 

„Wissenschaftliche Theorien sind ebenso organisch bedingt wie religiöse Gefühle.“ Das hat der große amerikanische Psychologe William James vor über 100 Jahren geschrieben. Unser Fühlen, Denken und Wollen beruht auf unvorstellbar komplexen Erregungsabläufen in unserem Gehirn – auch unser Glauben. Gott ist zweifellos – auch – ein Hirngespinst. In den USA boomen Forschungsarbeiten dazu, was beim Beten und Meditieren im Gehirn passiert. Aber ist Gott nur ein Hirngespinst? Manche amerikanischen Neurowissenschaftler sehen durch ihre Forschungen die Existenz eines Gottes widerlegt, andere dagegen meinen, ihre Beobachtungen im Gehirn ließen die Existenz eines Gottes wahrscheinlicher erscheinen. Aber einen neurobiologischen Gottesbeweis kann es genauso wenig geben wie irgendeinen anderen naturwissenschaftlichen Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes. Trotzdem gibt es Theologen, die gute Gründe dafür sehen, den Dialog mit der Neurobiologie zu suchen. In der 11. Funkkolleg-Folge von Regina Oehler kommen unter anderem die Neurowissenschaftler Ernst Pöppel und Tania Singer sowie der Grazer Religionspädagoge Hans-Ferdinand Angel zu Wort.

 

Material:


Das Gehirn auf dem Küchentisch - Ludwig Edinger und die Anfänge der Hirnforschung in Frankfurt

Die Sendung zum Nachlesen finden Sie hier.

 

[W] wie Wissen: Wohnt Gott im Gehirn?


Wo sitzt im Gehirn der Glaube an Gott ?

Die radioeins-Sendung können sie hier runterladen.

 

Meditation und Hirnforschung

Egal, ob ein Katholik den Rosenkranz betet, ein Buddhist "Om" singt oder sich jemand auf seinen Atem konzentriert - bei allen sinkt der Blutdruck und die Hirnaktivität beruhigt sich. Diese Wirkung interessiert immer mehr Wissenschaftler. Ein Feature von Madeleine Amberger.

 

 

 

Zur Internetpräsenz von Andrew Newbergs Institut:

"Center for Spirituality and the Mind"